2008-01-16

Gedanken

Blogs geben einem ja eigentlich Narrenfreiheit. Im Prinzip kann jeder schreiben, was er will. Aber eins ist doch immer irgendwie klar. Es geht darum, was die Person gerade denkt. Mir wird gerade mal wieder bewusst, dass einen selbst manchmal gar nicht bewusst ist, was man denkt. Hört sich jetzt etwas wirsch an der Satz, aber so sind Gedanken ja auch manchmal. Chaos im Kopf, wenn man keine Energie reinsteckt zum Ordnen. Der Mensch ist eben auch nur der Entropie ausgesetzt und irgendwann sind wir alle einfach nur Chaos. Dann, wenn wir keine Kraft mehr haben uns zu ordnen. Aber davon bin ich noch lange entfernt und in die Richtung sollte es auch gar nicht gehen. Sondern was denke ich eigentlich zur Zeit? Das schlimme ist, dass es gar keine wirklich spannenden Themen gibt. Obwohl, für mich sind sie sehr spannend. Unikram eben. Und zum Glück kann das ja auch manchmal Spaß machen. Wenn man langsam Erfassen und Erklären lernt, was in einem Kind so vorgehen könnte. Wenn man vieles Verknüpfen kann und sein Wissensnetz stetig wächst. Wenn man weiß, dass das, was man gerade macht, auch nen Sinn hat und man umsetzen kann. Vieles, was ich gerade lerne, kann man umsetzen. Aber manchen ist das eben nicht so klar. So kommen auch noch kurz vor dem Ende des Studiums Fragen von Komilitonen "Kommt das denn in der Klausur vor? Müssen wir das denn lernen?" Und nicht nur einmal im Seminar, sondern dauernd. Das kann auf die Dauer schon ganz schön nerven. Zum Glück hab ich ja bereits dazugelernt, höre einfach nicht mehr hin, wenn einige bestimmte Leute etwas sagen. Bringt einem einfach mehr und erspart ne Menge Energie die man für sich selbst braucht.

Was beschäftigt mich noch? Schwierig ist es nun als Student und gleichzeitige Berufsanfänger in der Praxis sich dort gegen die "alten Hasen" durchzusetzen. Die haben ihre Theorien und ihre Methoden und sind bislang ihrer Meinung nach ganz gut gefahren. Jedoch gibt die Wissenschaft ja immer wieder was neues her und schwups hat man neue Erkenntnisse, die teilweise doch für die Praxis ganz hilfreich sind. So steht man also im Zwiespalt mit seinem neuen Wissen, von dem man überzeugt ist, dass es richtig ist und Erfolg bringen könnten gegenüber dem Wissen seiner Chefs und deren Methoden. Mit Belehrung läuft das ja sicher nicht so ideal. Man will ja seinen Platz in der Praxis behalten. Aber trotzdem ja auch seinem Anspruch gerecht werden. Nunja, zum Glück bin ich recht frei, was meine Therapieplanung angeht und kann auch nach meinem Gewissen (mit Absprache....) handeln. Ich schmuggel einfach meine Methoden rein und schaue, ob ich Erfolg hab und präsentiere später das hoffentlich gute Ergebnis. Aber was lernt man daraus? Immer wieder hinterfragen! Keine Routine aufkommen lassen! Forschung immer im Auge behalten! Mir wäre es ja am liebsten, wenn ich irgendwann mal selbst daran beteiligt bin, aber das steht auch noch ein wenig in den Sternen. Denn als Bachelorette geht ja eh noch nichts.....

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