2007-10-29

I am a dancing queen

Nachdem am Freitag der Kurs für Standard und Latein begonnen hat bin ich nun im totalen Tanzfieber. Die Lieblings-Ballettserie im Fernsehen und schwups ist die Email an die nächste Ballettschule weg mit der Frage wann ich wieder mit dem Training anfangen kann. Ich bin ganz nervös und freue mich jetzt schon auf die erste Stunde zurück "zuhause" an der Stange. Kann wahrscheinlich kein anderer verstehen, aber ich vermisse es total! Egal, was es kostet, ich brauch mein tanzen zurück! Ausgleich und so. Volles Auspowern. Wie toll es wäre, wenn das wieder klappen würde! Ui, ich bin ganz aufgeregt.

2007-10-28

Sheeppower - Powersheep

Nachdem Lucy und ich beim Lernen ein bisschen zum tollsten Sampler der Welt "Big...in UK" gerockt haben, wollte sie unbedingt mal wieder Fotos bei Photo Booth machen. Da kann ich ja nich nein sagen. Bei so guter Laune und so ner tollen Ablenkung vom Nachbereiten des Seminars von gestern....Also seht selbst, was die Lucy dann so angestellt hat.







2007-10-27

Schlaf ist der neue Sex

Laut SZ ist das so. Ich möchte da nicht vollkommen zustimmen, zu der Aussage an sich. Jedoch unterschätze ich dir Wirkung des Schlafes zur Zeit ins keinster Weise. Deswegen auch eine große Freude über die eine Stunde mehr in dieser Nacht.

Aber Schlaf ist wirklich mittlerweile zum Luxus geworden. Auch die Zeit, die man mal ausruhen kann und einfach mal das tun, was man will. Unbeschwertheit und sowas, mal an nichts denken. Einige schaffen das glaube ich sogar. Ich gehöre nicht dazu. Immer irgendwas im Kopf, immer irgendwelche Fristen und Termine, die in nächster Zeit eingehalten werden müssen, bis wann man irgendeine Aufgabe erledigt haben muss. Ist ja acuh gut, dass es die gibt. Sonst würde man sich wohl eher nicht an die Sachen ran machen. Aber ein bisschen Freizeit und Rumlungern ohne Druck von außen ist auch was nettes. Darum Schlaf = Luxus. Ausschlafen ist dabei auch das wirklich beste überhaupt. Kein Wecker, der einen morgens früh aus dem Traum reißt. Wenigstens träume ich noch. Zwar von komischen Dingen, aber nun. Zeit ist geld, huh? Schlafen ist auf jedenfall toll.Ich mag es sehr. Abends ins Bett kuscheln, Justus, Peter & Bob bei neuen Abenteuern lauschen und meist nur die ersten 10min mitbekommen. Morgens früh ist dann alles wieder vorbei, aber es hat gut getan. Man ist vielleicht etwas frischer als den Abend davor. Aber auch nur vielleicht. Manchmal auch einfach nur schlimmer. Aufstehen ist blöd, aber der Tag wartet mit vielen neuen Erlebnissen und spannenden Entdeckungen. Das versuch ich mir zumindest jeden morgen von neuem zu sagen. Wenn man es dann erstmal aus dem Bett geschafft hat, ist es ja ok. Aber wenn neben sich nochmal umdrehen angesagt ist und man einen kuschligen Deckenhaufen zurücklässt, der langsam vor sich hin atmet. Das ist ganz schön gemein.

Aber Schlaf kann auch nicht alles ersetzen. Schlafen tut man ganz alleine, für sich. Vielleicht die einzige wirkliche Zeit am Tag, an der man ganz für sich ist. Außer, dass vielleicht neben einem noch jemand liegt. Aber man ist im Schlaf in seiner eigenen kleinen Welt. Ist wahrscheinlich auch ganz entspannend und wie wir alle wohl aus Erfahrungen kennen eine wichtige Zeit für die Verarbeitung mancher Dinge. Das erstaunt mich immer wieder, was da so noch alles auftaucht. Nun ja, aber zurück zum Thema. Nichtschlafen kann auch toll sein. Mit netten MEnschen die Nacht durch machen und morgens früh ko frühstücken und erst am Tage zu Bett. Ein bisschen auf Schlaf verzichten und dafür Abende mit netten Menschen, Bier und ner Menge Spaß. Nichtschlafen kann auch was und auch das brauchen wir.

Aber meinen Schlaf nimmt mir keiner!

Und deswegen sage ich nun auch: Gute Nacht meine Damen und Herren! Träumt recht schön und nutzt die Extrastunde! Ich werde es tun nach einer harten Woche und einer nicht endenwollenden Kompaktseminarserie....

2007-10-22

Sehnsucht

Heimweh ist es nicht. Man kann kein Heimweh zu einer Stadt/Region haben, die man erst seit einem Jahr kennt. Vielleicht schon, wenn man dort ein Jahr wohnt, aber nicht wenn man nur ein paar Tage im Jahr dort ist. Aber trotzdem gibt es seit einiger Zeit wieder dieses Gefühl in mir, diesen Drang ins Auto zu fahren, die Autobahn zu rocken und nach knappt vier Stunden im Fips "zuhause" anzukommen. Die ersten mobilen Rotlichträumchen sehen, die lange Straße, auf der Man verrückt wird, wenn ein Traktor vor einem ist und die Autos auf der Gegenseite immer nur kommen und kommen. Wenn ich durch die ersten kleinen bekannten Dörfer fahre, durch das Dorf mit den zwei Edekas im Abstant von 100m, dann auf die Umgehungsstraße und ich weiß nur noch 5min. Das Gefühl ist gebliebe vom Prakitkum in der Einöde. Jedes Wochenende war diese Stadt mein Zufluchtsort, mein Zuhause, da wo liebe Leute sich freuten, dass ich komme. Ich liebe diese Backsteinhäuser, die Atmosphäre dieser Stadt, die kleinen versteckten Läden, einfach irgendwie alles. Dann auch noch die tollste Stadt der Welt gleich neben an. Ja ich rede von Lüneburg und Hamburg. Ich will wieder hoch! Aber bald! Ende nächster Woche geht es wieder los. Leider viel zu wenig Zeit, aber die muss ausgekostet werden. Wäre dieser blöde Termin am Freitag nicht, könnte man sogar die Zeit dort richtig genießen. Aber so bleiben knapp 2 Tage bis es wieder auf die Autobahn geht, um in der richtigen Heimat noch einen Geburstag zu feiern. Im Dezember dann mehr! Versprochen!

2007-10-21

Schatzpiraten, Geisterjäger oder Sumsebienen?

Heute auf dem Programm: Spielemesse in Essen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Einerseits positiv, andererseits auch negativ. Messen ziehen nun mal (insbesondere solche für öffentliche Zwecke) einen riesigen Haufen Menschen an. Und eigentlich bin ich für riesige Menschenmassen nicht so gemacht. Nun ja, anfangs noch alles im Ramen. So ergatterten wir uns auch recht schnell einen Tisch am Habastand und haben erstmal fleißig Spiele durchgespielt. Sumsebienen flogen umher und wurden von Frosch Felix geschnappt, Piraten sammelten Goldmünzen, Geister wurden gejagt und im Schloss Schlotterstein gespukt. Viel Spaß war auf jedenfall dabei. Danach wurde es zunehmend anstrengender. Ohne Plan liefen wir durch die Hallen und trafen auf Rollenspieler, Yu-Gi-Oh Sammler, Harry Potters, Elfen und andere seltsame Gestalten. Ein Irrgarten war das. Aber letzten Endes hab ich noch einen Haufen Spiele ergattert, einen Dreier-Würfel, einen Farbwürfel und eine Tüte voll mit verschiedensten Holzfiguren, klötzchen und Plättchen. Am Ende ein leckerer Döner und erschöpft auf der Couch versacken. Wo ist das Wochenende geblieben? Wer hält für mich die Zeit an und lässt mich mal ne Runde durchschlafen? Vielleicht sollte ich in den Winterschlaf gehen. So lange mir jemand in der Zwischenzeit Bachelorarbeit, Hausarbeiten und Klausuren schreibt. Irgendwelche Angebote?

2007-10-19

Preparing for....

...Kompaktseminar.

Morgen um 9h geht es mal wieder los. Nicht, dass meine freien Wochenende nicht schon rar genug gesät wären. Aber muss ja, ne?! Morgen also wieder ein bisschen Keksworkshop. Dysphagie ist das Thema - Schluckstörungen. Wie bereitet sich also eine Studentin der Sprachtherapie darauf vor? Ein Päckchen mit Becher, Teelöffel, Holzspateln und Q-Tips wird gepackt, die Salzstangen breitgestellt (Butterkekse waren bei Plus leider aus). Und was machen wir morgen? Schlucken üben, selbst nachspüren, wie es so funktioniert und ansonsten erstmal ne Menge Theorie wie ich befürchte. 8h in der Uni sitzen, am Samstag, wo man eigentlich ausschlafen könnte. Aber nun, der Mann muss genauso früh raus und Klausur schreiben. Auch nicht besser, wenn nicht schlimmer.

Aber Sonntag warten Hallen voll Spielen auf mich!

Ein Wutthema des Tages: Wer hat sich eigentlich diesen Haufen hässlicher Stiefel, die zur Zeit in den Geschäften stehen, ausgedacht? Wo finde ich nette Stiefel, die nicht dafür ausgelegt sind, die Hose da rein zu stecken? Gibt es auch noch normale Menschen, die Stiefel UNTER der Hose tragen? Ich könnte die breiten Schafte natürlich auch so auslegen, dass meine Unterschenkel einfach so toll schmal sind und andere Leute dicke Elefantenbeine haben! Wie auch immer: ICH WILL NEUE STIEFEL, aber ich finde keine....frustrierend! Dann finde ich noch nicht mal ein ansprechendes Fachbuch in der Buchhandlung. Dafür rote Schüssel....Frustkauf! Manchmal mag ich die Welt da draußen einfach nicht.

2007-10-17

Loveparade meets My Chemical Romance

Tatort Köln - Live Music Hall 16. Oktober 2007 19.56

Nach leicht verspäteter Ankunft und großem Nervenkitzel wegen falsch gekauftem Bahnticket erreichen wir erleichtert gestern Abend Köln Ehrenfeld um mal wieder einer Einladung eines netten Herrens aus Englang nachzukommen. Also rein mit uns, Spruch "wir stehen auf der Gästeliste" ablassen und wieder erwartungsvolles Bangen, ob es auch wirklich so ist. Aber wie üblich stehen wir auf der letzten Seite und werden schwupdiwup auch reingelassen "Zwei mal Gästeliste" :-)

Erster Schwenk nach links, rein ins Getümmel der Halle. Rechts der Merch-Stand und ein völlig überarbeiteter Joe mit lauter kleinen Emokindern um sich. Keine Zeit für uns. Also erstmal üblicher Besuch der längsten Frauenschlange der Welt. Zwischendurch Männer, die sich in der Tür irren. aber dafür Punkt 1 auf der Tagesordnung erledigt.
Punkt 2: Durchschlagen zu Joe! Wir haben Glück, die Vorband hat begonnen zu spielen, die Emokinder müssen erstmal gucken, was da geht. Merch-Stand leerte sich ein wenig und wir konnten endlich zur Begrüßungszeremonie übergehen. Große Freude und gleich die Aufforderung doch hinter den Stand zu kommen. Man bemerke 1 Merch-Man auf 20 Emokinder die sich an den Tischen drängeln. Vorerst sind wir zurückhaltend und nter Sstellen uns an die Seite, um das Spektakel T-Shirt-Kauf zu beobachten. Eine Beobachtung, die uns Joe schon beim Placebokonzert nahe gebracht hat: deutsche Menschen brauchen STUNDEN, um sich für ein T-Shirt oder ähnliches zu entscheiden. Da geht das nicht einfach "Ich will nen Girlie-Shirt in M". Neeeee, "Kann ich mal S sehen?", darauf folgt dann anhalten, kontrollieren der Schulterbreite, Fragen an Freunde wie das denn ausschaut, die Frage, ob man nochmal das andere sehen könnte und am Ende "Ich komm später nochmal wieder". Und das nicht nur bei Frauen! Nein, die Männer brauchen durchschnittlich genauso lange. Joe wurde immer genervter, wir hatten umso mehr Spaß. Eine neue Entdeckung hinterm Merch-Stand: Die FINGER-LIGHTS (kleine blinkende Weichnachtsbeleuchtung die man sich mit KLett um den Finger schnallen kann und schließlich ausschaut wie ein Mini-Weihnachtsbaum) Emokinder stehen total da drauf! Und 3 Stück dieser unnötigen Dinger kosteten 10 Euro! Aber jedem das seine.
Dank geschenkten Oropax bin ich auch nicht von Anfang an taub geworden, sondern konnte sogar noch miterleben, dass die Vorband (Lostalone) gar nicht so schlecht waren. Zwischenzeitlich wurden wir dann auch zum Geld sortieren engagiert. Also ab hinter den Stand und diese Menge an Scheinen ordnen. Ihr glaubt gar nicht, wieviel Menschen so an einem Abend ausgeben können...Der Schritt hinter den Stand war dann aber mein Schicksal. Schnurstracks hatte mich Joe überredet und eingewiesen und ich verkaufte Tshirts. Anfangs eher nicht so erfolgreich aber letzten Endes waren wir ein super Team. Aber dazu später.

Vorband fertig, Umbau beginnt, neuer Ansturm von Emokindern. Davon gabs auch einige sehr lustige Exemplare mit hochtoupierten Haaren bis an die Hallendekce (gefühltermaßen). Aber sie hatten alle Spaß. Und so soll es sein. Die eine Mutter, die am Stand saß leidete offensichtlich....Joe und ich haben fleißig verkauft, das erste kostenlose Bier wurde mir gebracht, Julia nahm uns das gute Geld ab. Die Kinder wurden immer betrunkener (Kinder waren das wirklich alle, Durchscnitt geschätzterweise 16). Dann erster Auftritt blondes Mädchen. "Schenkst du mir nen T-Shirt?" - "Ähm, nö!" - "Ach, komm!" - "Ähm, ne. Wir brauchen das Geld." - "Ich wusste doch, dass das bei Frauen nicht funktioniert. Aber wenn du jetzt lesbisch wärst dann bestimmt. Aber das bist ja auch nicht, oder?" - "Ne, tut mir Leid." Dazu lallte das Mädel schon ohne Ende und riss beinahe unseren Oropaxautomaten vom Tisch. Aber ein bissel Schwund ist ja immer. Aber sie zog ab. Die ersten Kinder in unserer Nähe rasteten während des Soundchecks schon aus ".... macht den Soundcheck selber! Aaaah!" Yeah, right. Keine Ahnung, von wem sie da sprachen. Aber wir kannten die Band, übrigens mit Namen Enter Shikari nicht. Passiert nun mal. Noch waren wir gespannt und voller Hoffnung. Und dann begann das Spektakel. Band fing an zu spielen. Joa, wie soll man das beschreiben? Wie der Titel eben sagt. Loveparade meets My Chemical Romance (Kreation übrigens von der Julia). Sprich Mischung als Technokrams und Emo/ Screamo. Es war aus meinem Munde gesprochen einfach nur lauter Krach. Zwischendurch gabs mal ein paar nettere ruhiger Sachen, aber im großen und ganzen Krach! Ne, das muss ich nicht haben. Dafür aber mehr Bier. Das gute Becks! Das kühlte von außen und innen. Nachdem wir also auch feststellen konnte, dass die Band uns nicht sooooo doll zu sagt, hatten wir dann Zeit die Leute um uns herum zu beobachten. Dabei sind natürlich auch einige Fotos entstanden und das beste eigentlich, ein Video mit tanzenden Tokio Hotel Verschnitten.

Unser Blick von unserer kleinen gemütlichen Merch-Ecke


Ein bisschen meiner Sichtweise des gestrigen Abends nachempfunden...Neee, nicht wegen des Biers, sondern wegen zuhause gebliebener Brille. Blindfisch-Tour


Der Joe und die Julia

Zwischendurch Auftritt Nr. 2 des blonden Mädchens. "Habt ihr Pins oder Buttons?" - "Ne, nur das, was an der Wand hängt." - "Wie findest du denn die Musik?" - "Joa, geht so." - "Das ist die geilste Band der Welt! Hab ich schon zweimal getroffen, voll nett sind die" - "Joa, klasse." - "Yeeaaaaaah!" Und weg ist sie wieder. Das zweite Bier ist auch leer. Es ist warm, wir sitzen auf dem Boden, amüsieren uns über die Kinder, wie sie tanzen, über Klettverschlusschuhe am Ende dicker Elefantenbeine umwickelt von durchlöcherter Strumpfhose.

Auftritt Nr. 3 blondes Mädchen. Sie kriegt wirklich nicht genug von uns. "Wie teuer sind denn die T-shirts?"- "20 Euro." - "Was???? Ganz schön teuer." - "Joa, kostet eben was, ne?" - "Weißt du, was ich von anderen Leuten total ungern höre? Und ich muss es jetzt selbst sagen. Ich bin total betrunken!" - "Das geht auch morgen wieder weg!" - "Aber ich hab nie nen Kater!" - "Das ist ja super!" Und weg ist sie wieder Jubelnd, schwankend, tanzend. Wie auch immer man das so nennen möchte. Sie hatte auf jedenfall ihren Spaß und hat die Zeit genossen. Auch wenn ich ihr kein Tshirt schenken konnte. Ich glaube sie war nachher noch zweimal da, um mir irgendwelche Sachen zu erzählen. Aber nun gut.

Das Konzert neigte sich auch so langsam dem Ende. Wir hatten dann noch das wunderbare Vergnügen einen sehr individuellen Tanzstil zweier sehr individuell gestylten Persönlichkeiten zu entdecken.

hier sollte eigentlich ein Videoausschnitt kommen, aber das Internet will heute nicht so wie ich will...Veilleicht füge ich es nochmal später hinzu

Damit endete auch das offizielle Konzert, aber nicht unser Hilfsengagement beim Merch-Team. Jetzt erst recht. Da kommen noch eine Menge verschwitzter Körper zu dir und wollen Tshirts, egal welches, egal welche Größe, hauptsache nen Tshirts. Die Vorband verkauft ihre Tshirts bereits selbst (was ich erst im ZUg erzählt bekommen habe. Krieg eben nichts mit). Ich mach ordentlich Geld. Raus mit dem Zeug. Aber sehr rasch leert es sich auch und plötzlich Halle leer und wir noch mit dem restlichen Team da. Noch zwei Bier für mich und Mini-Inventur. Ein bisschen Belohnung gabs dann auch noch für uns und wir hatten den Abend in vollem Rahmen wieder raus. Gute Laune inklusive ging es dann in Richtung Bahnhof. Natürlich auch durch den Nebeneingang. Wir sind ja jetzt wichtig und so. Der Kiosk hatte kein Mars oder Snickers Eis. Also ohne. Dafür vorbestellte Pommes beim Taxifahrer aus Dortmund. Leere Züge und keine Verspätung.

Rundum gelungener Abend trotz nicht gemochter Band.

Bester Spruch von mir an diesem Abend: "Schau mal, die Fenster da sind ja alle rot! Warum das denn? - - - oh - - - ooooh - - -" Vorbeifahrt Düsseldorf...Frauen warten im Fesnter und so. Jeder kennt es jetzt wohl.

Rock'n'roll Baby! Wir sind nur einmal jung.

2007-10-14

Faszination Sprache

Nachdem sich neuerdings unsere kleine Bloggerwelt mit dem Thema Sprache beschäftigt, ist ja eigentlich meine Zeit gekommen oder? Nachdem die Blogs der lieben Leute doch meist geprägt sind von aktuellen politische Themen und ich dazu meist eher einsilbige und weniger fundierte Meinungen habe, ist es toll endlich mal seinen Fachsenf dazugeben zu können.

Sprache ist was tolles. Ohne die wären wir doch eh alle aufgeschmissen. Könnten wir keine Blogs mehr schreiben, nicht mehr diskutieren, keine grandiosen Bücher mehr lesen und Lieder gäbe es auch nur als reine Melodie. Wäre ja irgendwie alles langweilig. Auch wenn wir sicherlich andere Wege der Kommunikation finden würden wie Zeichen etc. Aber selbst Zeichensysteme sind im Endeffekt auch nur Sprache. Und Spracherwerb an sich ist die faszinierendste Sache überhaupt. Wie ein kleines Kind schon im Säuglingsalter anfängt sich die sprachliche Welt einzuverleiben. Sei es anfangs erstmal rein auditiv. Aber auch das schreien und das schnell folgende Lallen sind Training für die Artikulationsmuskulatur. Neuste Forschungsergebnisse zeigen angeblich sogar, dass Kleinkinder schon prosodisch lallen. Das heißt also, dass sie beim lallen schon verschiedene Intonationsmuster verwenden, die man nachher in Wörtern wieder findet. Rausgefunden hat das der aktuelle Guru Zvi Penner aus der Schweiz. Sehr umstritten noch, aber teilweise erstaunliche Sachen dabei. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Durch meinen Praktikumsbericht und meine derzeitigen Patienten beschäftige ich mich ne MEnge mit dem Thema Schriftsracherwerb und den Problemen sprachentwicklungsgestörter Kinder damit. Selbst wenn man die früheren Probleme der Kinder (seien sie grammatischer Art, Artikulation oder ähnliches), tauchen diese Probleme häufig in der Schriftsprache wieder auf. Toll an der ganzen Sache ist einfach, dass man merkt, wie komplex der Mensch doch mal wieder aufgebaut ist. Normalerweise lernen wir Sprache und Schriftsprache relativ intuitiv. Rechtschreibregeln entwickeln wir im Laufe des Schreiblernprozesses ganz von alleine ohne dass sie uns wirklich jemand erklärt. Diese sind uns auch nicht bewusst. So zum Beispiel die Frage nach der Verwendung des Dehnungs-h. Wann schreibt man ein Dehnungs-h und wann nicht? Seit mal ehrlich und überlegt spontan, was ihr darauf anworten würdet. Ist es euch wirklich bewusst oder schreibt ihr einfach nur drauflos? So auch die Setzung des ie. Intuition? Gutes Aussehen oder einfach nur das hört sich lang an?

So findet sich eine Menge interessanter Themen in meinem Fachgebiet und noch nen Haufen Fragen, an denen man forschen kann! Deswegen geht es für mich nun wieder an die Bücher, auf dem Weg zur Wissenschaftlerin oder so ;-)

2007-10-13

Fachidioten

Ich erinnere mich an die vergangenen Partys im Raum Duisburg oder Bochum, bei denen über andere gemeckert wurde, dass Uni immer Thema Nr. 1 ist. So jetzt gestaltete sich der gestrige Abend zum ersten Mal als gemütliche Partyrunde mit nem Haufen Komillitoninnen. Irgendwann fiel dann von uns selber der Spruch "Wir können auch wirklich über nichts anderes reden"....NAtürlich gab es shcon andere Themen, aber der Job und das Studium nehmen einen großen Teil ein. Aber man sieht bei sich selbst sowas ja immer schwer, bei anderen dafür umso mehr. So fällt die Kritik bei anderen recht schnell, bei einem selbst ist es dann vollkommen akzeptabel.

Die Reste der Party sind halbwegs beseitigt. Die Bewohner müde, fertig, ko, bettreif und was auch immer...Einige Ausfälle aus Gründen der schlechten Bahnsituation. Sehr schade, aber kann man eben nichts machen. Dennoch haben sie einige nette Leute von weit her aufgemacht, um uns zu besuchen. Das ist nett und wir freuen uns immer sehr darüber. aber vielleicht doch fürs nächste mal über das Plastikgeschirr nachdenken. Aber eigentlich pfui weil nicht wirklich umweltfreundlich...Aber ohne Spülmaschine ist das alles blöd...

2007-10-10

wonder what's next

Irgendwie stehe ich gerade gewaltig neben mir. Ich mache und mache und seh trotzdem kein Ende, kein Ergebnis. Das ist frustrierend und überhaupt ist die ganze Woche frustrierend und blöd. Ich will Wochenende haben und hab keine Lust mehr darauf die Arbeit anderer zu machen. Warum fällt es manchen so schwer sich zu organisieren und ihr Leben und die Arbeit in den Griff zu bekommen?

Räumfee

Das bin ich! Gespült, gesamte Wohnung aufgeräumt und gesaugt, gleich noch einkaufen. Hausfrau sein ist ganz schön anstrengend. Und alles nur für eine hoffentlich tolle Zeit am Freitag Abend. Ich hoffe es wird so, da die Essensplanung irgendwie nicht so ganz voran geht. Warum will mir keiner einen Salat machen??? :-( da werd ich doch traurig.

Heute auch auf dem Programm: Frühstück der Rehabilitationspsychologie => erstaunlich viel Spaß
Psychologen können wirklich witzig sein. Da erfährt man, dass zwei Professorinnen zusammen ein hotel aufmachen wollen und für die Kohle dafür erstmal zum Pilawa. So ist das. Der vorher sehr komische Psychologiekauz der Grundlagenveranstaltung entpuppt sich als Spaßvogel mit Hang zur Fotografie. Papparazzi und so. Ich möchte nicht wissen, wieviele Fotos er innerhalb von einer Stunde gemacht hat. Der älteste Prof hat nen neues Knie und bringt Boskop-Äpfel aus dem eigenen Garten mit und und und. Es war äußerst witzig. Dazu neuer Auftrag der Professorin. Wir übernehmen dann mal eine Veranstaltung für sie und erarbeiten den ganzen Kram mit den Tutoranden in Kleingruppen. Das ist doch nett! Nachher gehts noch zur Vorbesprechung für Kompaktseminar der nächsten Wochenende. Das ist echt traurig, wenn man in seinen Kalender schaut und jeder zweite Samstag schon belegt ist mit Unikram. Das ist ganz schön hart. Aber muss ja irgendwie sein. Dafür ist der Dezember frei und vielleicht gibts dann ja mal ein Wochenende Weihnachtsstimmung in Hamburg? Letztes Jahr nicht geschafft, aber vielleicht dieses? Wir werden sehen und dann staunen!

So EINKAUFEN!!!!

2007-10-09

Drummer Baby

Mein Kopf wippt im Takt...White Stripes - Blue Orchid. Dazu das Bild aus eine der neuen Simpsonsfolgen. Herrlich ist das. So schnell wird man vom Bericht schreiben abgelenkt. Ja, heute ist es mal wieder so weit. Ich konnte mich aufraffen und mich an meinen Schreibtisch bewegen. Das Transkript wurde auf über 30 Äußerungen erweitert und ein bissch hier kopiert und eingefügt und formatiert. Nun sollte ich eigentlich über den Büchern hocken und eine Charakterisierung des Störungsbildes schreiben, aber die Motivation lässt doch gerade gewaltig ein. Naja, 50min noch dann erstmal ne kleine Fernsehpause einlegen. Man darf sich ja auch eindeutig nicht überanstrengen!

Dass Beamte auch organisiert arbeiten können ist doch ein kleines Wunder. Heute begeistert vom Einwohnermeldeamt. So ein strukturierter Beamtenhaufen ist ja doch sehr selten. Wenigstens Bereiche für die unterschiedlichsten Angelegenheiten gibt es. Das kenn ich von den bisherig aufgesuchten nicht so. Da kommt alles auf einen Schlag. Wie strukturiert und systematisch die Beamten da dann wirklich auch arbeiten bleibt noch dahingestellt. Aber das Ummelden ging schnell und ich bin wieder offiziell am richtigen Ort in Dortmund. Mein Lohnsteuerkarte wird wahrscheinlich irgendwo in Hombruch zu finden sein, aber was solls. Vielleicht schicken sie ja nochmal ne neue. Ansonsten hole ich mir eben noch eine. ist ja schließlich nicht bei mir angekommen! ha.

Die Stadt war heute voll von Schülern. haha. Zeitung lesen tun die sogar auch. Zwei Jungen auf ner Bank. Und was haben sie in der Hand? Die Bild natürlich. Bild dir deine Meinung und so. Wahrscheinlich nur gekauft wegen der hübschen Bilder auf der Titelseite! Jedem das seine. Ich war heute auf jeden Fall erfolgreich. Der Rotlicht-Raum hat weitere Ausstattung bekommen und wird am Freitag Mittelpunkt des Abends. Wir überlegen schon Eintritt zu nehmen...Naja, versprecht euch nicht zuviel. So grandios ist es auch noch nicht. Aber einfach ist es auch nicht die perfekten roten Accesoires zu finden. Noch ist alles recht mau da drin. Aber es wird, es wird. Ein Großprojekt für den kleinsten Raum der Wohnung! So, für den Job gabs auch neue Sachen. Wie immer....zwei tolle neue Spiele. Schnäppchen! In zwei anderen Läden vorher schon gesehen und über den Preis aufgeregt und dann auf einmal der Fund des Tages. Dann noch runtergesetzte Bilderbücher. Davon eins, dass man zu nem großen Puzzle zusammensetzen kann. Ich steh auf sowas! Großes Wimmelbild vom Bauernhof. Super für Aufbau des aktiven und passiven Wortschatzes. Ach, ich mag meinen Job. In dem anderen Buch gehts um Kinderreime. Da werden wieder Kindheitserinnerungen wach. Endlich mal der gesamte Text. Konnte lange nur die Anfänge oder Ausschnitte. Aber Reime eben sehr wichtig für den späteren Schriftspracherwerb. Phonologische Bewusstheit und so ;-) Nicht dass ihr denkt, ich kauf das alles nur zum Spaß. Alles pädagogisch sehr wertvoll und therapeutisch gut ausgewählt! Es hat alles seinen Sinn und seine spätere wichtige Aufgabe in der Therapie.

Auf jedenfall erwartet den Herren heute Abend wieder ein witziger Kinderspieleabend. Man muss die Spiele ja auch ausprobieren! Das wird ein großer Spaß. Besonders weil es bei dem einen Spiel um Bewegungen geht. "Hüpfe und quake wie ein Frosch" oder "singe ein Lied". Hahaha! Oder vielleicht das Spiel mit Ritter Rost? Mal sehen....

Gehen die Leute auf der Straße eigentlich absichtlich so langsam

Wollen sie verhindern
Daß wir vorwärts kommen
Manchmal könnte man meinen
Ihr blödes Schlendern wäre Absicht

Ständig halten sie an und müssen Luft holen

2007-10-05

Think bright thoughts

Zur Zeit gehen mir mal wieder eine Menge Gedanken durch den Kopf. Mal sind es gute Gedanken, mal Gedanken über grundlegende Meinungen, mal schlechte Gedanken. Auf jedenfall aber eine Menge Gedanken. Es rumort in meinem Kopf, es wird mal wieder umstrukturiert. Das hab ich ja eh des öfteren. Aber gerade wird mir doch so einiges klar und ich an sich klarer. Das fühlt sich gut an, weil ich so langsam mit einigen Sachen aus der Vergangenheit abschließen kann. Das hilft ungemein. Was ich schon lange geahnt habe und mir eigentlich auch total rational vorkam, ist jetzt auch wirklich im Kopf gefestigt. Die Wut auf einige Menschen lässt nach und es bleibt ein bisschen Verachtung, ein wenig über den Leuten drüber stehen und ein wenig belächeln, was sie gerade so machen. Ich mach mir Gedanken darüber, was ich selber bin oder vielleicht sein will. Einiges möchte ich an mir verändern, einiges gefällt mir gerade nicht so, aber es wird. Aber viel wichtiger ist, dass ich stolz auf das bin, was ich gerade im großen und ganzen bin. So langsam bin ich im reinen mit mir. Das spiegelt sich auch in meinen Gedanken und Überlegungen wider. Selbstdarstellung nach außen ist mir verhasst. Manche Leute machen es mir jeden tag wieder vor. Schaut euch das liebe Studivz an. Von Tag zu Tag sieht man neue Exemplare, die dort Selbstbestätigung suchen. Wer hat die meisten Freunde, welche Pinnwand ist am vollsten, wer findet die tollsten und lustigsten Gruppen? Aber was ist daran bitte wichtig? Ich hab die letzten Tage da kräftig bei mir aufgeräumt. Leute, die sich mit einer kilometerlangen "Freunde"Liste schmücken erstmal rausgeworfen, Gruppen reduziert, Privatsphäre neu geordnet. Fragt sich dann eigentlich, warum ich noch da bin? Mh, aber es ist doch ganz nett darüber mit einigen Leute in Kontakt zu bleiben und immer mal wieder Neuigkeiten zu erfahren. Und irgendwie möchte man sich ja doch auch ein wenig selbst darstellen und zeigen, was man bis jetzt so gemacht hat. Muss ich ja auch zu geben. Aber das großartige zeigen "hallo, hier bin ich! Schaut mich an! Ich bin ja sooo toll", ne, das muss ja nu wirklich nich sein. Weniger ist mehr und so.

Naja, Gedanken ordnen ist aber anstrengend. Deswegen zur Abwechslung dann auch mal Musik ordnen, neue beschriften und vervollständigen. Längst vergessene Tocotroniclieder wieder gefunden und nun Freude beim hören und noch viel mehr Freude auf das Konzert in zwei Wochen!

Ich bin viel zu lang mit euch mitgegangen

2007-10-04

IPA & Co. KG

Wenn man morgens früh um 7h wach wird und nicht mehr schlafen kann, weil einen nach Tagen voll Faulenzen ein Arbeitsschub überfällt, ist das irgendwie schon gut und dann aber auch wieder nicht. Lange angehalten hat der auf jedenfall nicht. Nach 3 1/2h Arbeit bin ich nun schon wieder vollkommen fertig. Was habe ich gemacht? Eine Sprachprobe eines kleinen Mädchens aus der Praxis in Lautschrift umgewandelt. Blöder Praktikumsbericht, ich sags euch! Also ein Transkript erstellen ist wirklich nicht einfach. Besonders wenn die Sprachaufnahme nicht so ideal ist, wie man es vielleicht bräuchte. Aber wird ja nicht benotet der Bericht. Hauptsache ich liefer was halbwegs ordentliches ab. Die Auswertung des Transkripts mach ich dann mal irgendwann später. Nachdem ich mich nach dem transkribieren dann auch noch mit Word rumgeärgert habe und in meiner Version die Lautschrift nicht gefunden habe....Naja, zum Glück gibts Open Office. Da war es dann schnell entdeckt, das IPA Alphabet. Auswertung geht dann auch eh schnell. Mein Mädel ist doch schon fitter als man dachte. Das freut mich doch!

Was mach ich nun? Es regnet draußen, ich bin schon wieder müde, ne Kanne Tee schon weg. Estmal wieder Sofa? Ein Nickerchen? Putzen könnte ich auch? Belebt das wohl? Wie auch immer....

2007-10-02

Kopfschütteln

Sbahn fahren ist immer wieder interessant teilweise auch sehr erschreckend und dann tut es einem selbst schon fast weh. Heute auf dem Rückweg von der Uni in der Sbahn: Mutter mit zwei Kindern. Der Junge stand im Gang und schrie wie am Spieß "raus"... Die Mutter meckerte es die ganze Zeit nur an, macht blöde Kommentare bei jeder HAltestelle, an der der Junge wieder flehte heraus zu gehen. Irgendwann tat es mir in der Seele weh. Dieses Kind war nicht von sich aus schrecklich oder ein Teufelsblag, wie die meisten Leute wohl dann denken. Er hat meiner Meinung nach einfach nur Angst, fand vielleicht das Sbahn fahren durch die Tunnel etc. gruselig und fremd. Aufgabe einer Mutter ist es dann doch das Kind zu trösten und zu erklären, was gerade passiert und wie lange sie noch fahren müssen. Statdessen lässt sie ihr Kind einfach stehen, brüllt es an und lässt es weiter wie am Spieß schreien. War kurz davor hinzugehen, aber damit greift man ja der Mutter auch zu sehr in die Privatsphäre ein. Wer weiß, was mir dann geblüht hätte. Als ich dann auf dem Weg die treppe runter noch zwei Mädels (meiner Meinung anch Studentinnen an der Uni in meinem Bereich oder Lehramt) meinten "Teufelsblag" konnte ich wirklich nur noch Kopfschütteln.

Dazu dann noch ein Haufen Erstis. Komische Menschen in der Stadt. Kopierkarte auf 0 und große Müdigkeit. Aber ich halte durch und sortiere jetzt erstmal meine neu kopierten Therapiematerialien und Texte!