Crazy town
Ein Wochenende im Zuhause. Schon schade, wenn man gerade zusammengezogen ist und die Wohnung trotz Arbeit in ner anderen Stadt gerade nicht so genießen kann. Aber zwei Wochen noch und dann gehts auch mit dem Alltag hier los. Vielleicht hängen dann auch irgendwann mal alle Lampen, sind alle Umzugskartons weggeräumt und das teilweise noch herrschende Chaos in einigen Ecken beseitigt. Hat vielleicht jemand noch einen Tipp wie man Bleistiftstriche von einer weißen Wand bekommt ohne neue Flecken draufzumachen?
Der Körper ist auch schon was ziemlich komisches. Nachdem sich meine innere Uhr nun so langsam an das frühe Aufstehen gewöhnt, kann ich am Wochenende nicht mehr lange schlafe. Na super. In der Woche ist es schrecklich früh aufzustehen und ich könnte meist noch mindestens 2-3h weiterschlafen. Und am Wochenende wach ich um 7h auf und bin wach. Und das am Sonntag morgen! Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen, Dortmund schläft noch seelenruhig, nur die Katzen im Hof schleichen schon umher....und Anja turnt schon in der Küche rum und kocht Tee. So ist das. Und ich wette in zwei Stunden bin ich wieder tot müde. Wie schaff ich das später im Beruf? Gewöhnt man sich da nach ner Zeit dran? Kann ich dann auch am Wochenende mal wieder abends was unternehmen? Zur Zeit geh ich selbst am Wochenende zwischen 23 und 24h ins Bett. Ich freu mich soooo auf die zwei freien Wochen vor Semesterbeginn. Wenigstens den Schlaf darf ich wieder selbst bestimmen. auch wenn ich einmal die Woche in die Praxis arbeiten muss. Aber das lässt sich wohl aushalten.
Dortmund ist auch schon ziemlich was anderes als Kleinstadt. Durch den direkten Vergleich zur Zeit fällt es mir mal wieder extrem auf, was für komische Leute in Dortmund wohnen und rumlaufen. Aber irgendwie ist es schon sehr witzig und ich mag es ja irgendwie auch. Solange sie mich alle in Ruhe lassen und ich mich nur so ein bisschen über sie lustig machen darf. Aber in Menden gibts genauso dumme Menschen. Vielleicht prozentual sogar noch mehr. Wer weiß. Und in Dortmund verfolgen mich die Mendener ja eh auch immer wieder. Geht man bei Mango in die Umkleide, steht gleich eine Mendener Holhbirne mit Freundin da. Haha, die Gesprächsthemen in Umkleidekabinen sind auch immer wieder lustig. Gestern war Thema Nummer eins das Image. Also: 22jähriges blondes Mädchen, Studentin in Dortmund, ist mit 21jährigem Mendener zusammen. Das sind die grundlegenden Fakten. Nun das Urteil der zwei Beteiligten: Der Mann kann ja froh sein, dass er ne blonde, ältere Freundin hat, die auch noch in Dortmund studiert. Aber für das Mädchen ist das ja ganz schlecht fürs Image. Nen jüngeren Freund! Ne du, das geht ja gar nicht. Image ist eben alles, nich? Aaaah, ich hasse diese Mendener Kleinstadtdenken. Und das war wieder Kleinstadt live. Ich möchte niemals in diese Stadt zurück. Auch wenn es meine Heimat ist. Leben möchte ich dort nicht mehr. Ich kehre gerne zu Besuch zurück und schwelge in Kindheitserinnerungen, aber wieder zurück? Nein, eindeutig nein. Mich zieht es ernstmal in was größeres.
In der Praxis bekomme ich zudem auch noch ne Menge Tratschgeschichten aus Menden mit. Wer mit wem, Poligamie, gemischte Lebensgemeinschaften, Partnerwechsel, Väter, die eigentlich Opas sein sollten. Mütter, die unglaublich nervig sind, zu schnell reden und meinen alles zu wissen. Geduld, Geduld, Geduld braucht man da einfach. Manchmal einfach die Ohren auf Durchzug und dann geht das alles.
Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen......

2 Kommentare:
Ich empfehle ein neues, durchsichtiges Radiergummi! :)
Es tut mir Leid, ich habe zwei Dinge vergessen... das Planschbecken im Keller, und die Bleistiftstriche an der Wand wegzumachen...statt Radiergummi würd ich nen "Zauberschwamm" empfehlen. Oder genau dort wieder ein Bild aufzuhängen...den Rahmen gibts auch bei Ikea und mit drei Nägeln befestigt hält es auch an diesen Wänden ganz bestimmt :)
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