2007-06-17

Kopflos durch die Welt, durch die Nacht, durchs Leben

Der Kopf voll, voll mit Gedanken, voll mit Wörtern, voll mit Bildern. Der Körper voll mit Emotionen oder vielleicht leer? Leer, nein, eher voll, gefüllt bis zum Rand, immer wieder überschwappend. Tropfenweise raus damit, manchmal auch im Schwall, wenn ein starker Stoß von außen kommt. Aber immer voll. Emotionen-was ist das überhaupt? Von innen kommendes? Oder von außen gesteuert? Gedanken, die Gefühle erschaffen? Körperreaktionen, die vom Gehirn interpretiert werden? Mischung aus außen und innen? Multifaktorielles Geschehen? Sind wir wirklich frei? Frei in unseren Gedanken? Frei in unserem Körper? Herr über uns? Ein kleines Männchen in uns, das uns steuert. Das irgendwo die Strippen zieht und uns ausrasten lässt, ohne Grund, ohne Anlasse und Erklärung, ohne Verständnis des eigenen Verhaltens. Der Mann ohne Vorstellung, der Mann ohne Bekanntheit, das Unbekannte, das Ungewisse, das Unbewusste. Freud und seine Theorien? Unbewusstheit, Vorbewusstheit, Bewusstheit? Bewusstsein wie ein Eisberg. 1/7 nur sichtbar, der Rest unter Wasser. Was mag da noch so in uns schlummern? Was wissen wir selbst nicht über uns selbst? Sollte man sich nicht vollkommen kennen. und doch die Ungewissheit über sich selbst. Selbstbewusstsein. Wer ist sich schon sich selbst bewusst? Kann man sich selbst bewusst sein? In welchem Maße. Grenzenziehen, definieren, für sich selber, für alle, für keinen. Indiviualität, die kiene ist. Jeder gleicht dem anderen. Abgekupferte Individualität. Kinder, die rebellen sein wollen, zu H&M laufen und glauben sie würden damit allen etwas zeigen. Nur ein kleiner Fisch im Schwarm, der sich nicht traut mal umzudrehen, umzuschauen, herumzuschauen. Einmal über den Goldfischglasrand hinaus, durch die Scheibe, auch wenn es gefährlich ist. Risiko, eingehen, abschätzen, berechnen, wagen. Leben.

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