Wenn Anja eine Reise tut
Heute ist der große Tag. Es geht auf nach Weimar zu einer ganz lieben Freundin und der Entdeckung des östlichen Studentenlebens. Ich bin gespannt was heute so geht. Nach den Erzählungen meiner Freundin aber ne Menge. Die kleine, die früher nach zwei Spaghetti und ein paar Schluck Wein betrunken in der Ecke lag, kann mittlerweile ne ganze Flasche Sekt alleine trinken ohne umzukippen und sonst wo zu landen. Es wurde von Sekt und Sambucca gesprochen und ich kriege ein wenig Angst. Zum Glück noch ein paar Flaschen Becks vom gestrigen Grillen übrig, die gegen den Sambucca ausgetauscht werden. Ich bin ja auch nicht mehr jung...da kann man nicht mehr alles mitmachen.
Woche ziemlich voll und anstrengend. Geprägt von Flüchen an die Uni und deren Organisation und an den Bachelorstudiengang, der angenehmes Studieren unmöglich macht und erst recht freies Denken. Man hackt den Modulplan ab und überlegt sich, welche Veranstaltung man wann machen möchte, aber im Endeffekt gehen alle mit dem selben Plan raus. Keinerlei Spezialisierung und Individualität mehr. Schlimm ist das. Auch wenn es vielleicht angenehmer ist, weil man nur noch die Veranstaltungen raussuchen muss und nciht noch darum kämpfen muss, dass etwas anerkannt wird, aber wer will das schon? Mir gehts zur Zeit etwas auf die Nerven. Aber so lernt man ja auch. Mach ich in der Uni den Grundlagenkram in 3Jahren und danach schauen wir mal weiter und wandern von einer Fortbildung zur anderen. Wirklich teurer wirds dann auch nicht, weil Studieren nun ja auch nicht so günstig ist...Aber günstiger als auf Privatschulen zu gehen. Logopädenschule, 680€ im Monat....5 Mann pro Klasse. Gut oder schlecht? Gruppenarbeit immer mit den gleichen Spacken? Immer die gleichen Leute um einen herum und Betüdelung durch die Lehrer? Gut oder schlecht? Förderung zur Eigenständigkeit? Mmh, ich weiß es nicht, aber tendiere da schon in eine Richtung. Ich mag mein Studium doch irgendwie auch wenns auf der einen Seite scheiße ist.
Aber nun gut, Problem mit dem Seminar ist gelöst und ich darf trotz verpasster Vorbesprechung noch teilnehmen. Klausurproblem gelöst, auch wenn es scheint, als ob die ganze Aufregung umsonst war und die Struktur der Klausur nochmal umgeschmissen wird. Aber bevor das die Uni wieder geregelt hat und was endgültiges raus ist, mach ich erstmal das Seminar und habs dann abgehackt. Dafür nur halbes Schützenfest und Kruzversion von Koblenz, aber nun gut. Man kann nicht alles haben. Solange der Herr das alles noch mitmacht und mich überall hinfährt...Wir werden sehen.
Warum fällt einem erst bei Besuchen einer Veranstaltung auf, wie langweilig doch die VL vom letzten Jahr bei dem Prof war? Verdrängt man sowas, wenn man gezwungen ist, die Sachen zu machen? Das auch nochmal zum Thema Studienfreundlichkeit. Wobei der Prof sehr engagiert ist mit Studienfreundlichkeit, was dazu führt, dass alle verzweifeln am pädagogischen Gelaber....Wir müssen alle miteinander kommunizieren. Fehlt nur noch, dass wir uns alle an den Händen halten und uns alle lieb hab. Aaaaaaah, manche sind doch zur sehr Pädagoge! Bitte lass mich niemals so werden.
Ich bin raus....packen....aufräumen....spülen....schlafen!!!!

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