2007-04-17

Highspeedvorlesungen

Heute ein Prof der wohl ziemlich schnell fertig werden wollte. Erstmal fing es damit an, dass ein junger Mann, etwas seltsames Aussehen, vorne im Hörsaal saß und ein Tablett voll Essen und Cola vor sich stehen hatte. Großes Rätselraten, wer was wohl sein mag. Die Vorlesung geht um Entwicklungsneruologie. Also ein Jugendlicher mit ner Entwicklungsstörung? Irgendwas neurologisches? Oder vielleicht doch nur der Sohn des Dozenten? Aber wer würde seinen Sohn mitbringen? Seltsam, seltsam. Dann Anfang der Vorlesung. Der Prof hetzt durchs Thema, als würden ihn wilde Tiere verfolgen. Keine Begründung, keine Erklärung, wer der Jugendliche ist. Irgendwann dann, hier machen wir einen Strich. Noch mehr Fragezeichen. Dann "Stellt ihm Fragen"....noch viel mehr Fragezeichen. Also fing es an von wegen gehst du gerne in di Schule und sowas. Auf jedenfall stellt sich der junge Herr als ADHS erkrankter heraus, der von seinen Erfahrungen erzählt hat. Erstaunlich, was so vier Buchstaben, die sonst so unter Zappelphillip abgetan werden, doch anrichten können in der Biografie eines Jugendlichen. Da es bei ihm nicht frühzeitig erkannt worden ist, hat er ne Menge in der Schule nicht gelernt und somit schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Also nun ne Ausbildung aus Buchbinder und betreutes Wohnen. Aufgrund seiner Erkrankungen aber kann er hyperfokussieren. Das heißt zum Beispiel in seinem Fall, dass er unglaublich schnell rappen kann und die Worte nur so aus ihm heraussprudeln. Beeindruckend, auch wenn ich RAp nicht so mag. Aber bei einem solchen Tempo hätte meine Zunge schon etliche Knoten.

Nun Kartoffeln mit Quark und ein anstrengender Unitag morgen. Donnerstag kein Dunkin Donut. Was soll ich nur machen? Dafür vielleicht schon am Wochenende Koblenz?!

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